MYKOLA DIADIURA
Dirigent
Mykola Diadiura gehört zu den führenden ukrainischen Dirigenten. Er ist Volkskünstler der Ukraine und Träger des Taras-Schewtschenko-Nationalpreises und wird für die Tiefe seines Dirigats und seine musikalische Autorität geschätzt. Internationale Anerkennung erhielt er früh: 1990 wurde er von Seiji Ozawa zu einer künstlerischen Residenz beim Boston Symphony Orchestra eingeladen, wo er mit Leonard Bernstein und André Previn arbeitete.
Derzeit ist er Chefdirigent und Musikdirektor der Nationaloper der Ukraine und Künstlerischer Leiter des Symphonieorchesters der Nationalphilharmonie der Ukraine. Seine klare musikalische Architektur, stilistische Vielseitigkeit und starke theatralische Intuition prägen seinen Ruf. Diadiura tritt regelmässig in Europa und Asien auf und ist Preisträger bedeutender Dirigierwettbewerbe in Tokio und Budapest.
Biografie
Mykola Diadiura absolvierte die Nationale Musikakademie der Ukraine P. I. Tschaikowsky, wo er Dirigieren bei Roman Kofman studierte und die Grundlagen seiner künstlerischen Identität entwickelte. Ein entscheidender Abschnitt seiner Laufbahn war seine eingeladene Residenz beim Boston Symphony Orchestra, wo er mit Seiji Ozawa, Leonard Bernstein und André Previn arbeitete. Diese Erfahrung prägte seine interpretatorische Tiefe, stilistische Flexibilität und strukturelle Klarheit.
Von 1989 bis 1996 war er Chefdirigent des Seoul Symphony Orchestra und des Gwangju Symphony Orchestra, wo er Produktionen wie Tosca, Pagliacci und Cavalleria rusticana leitete und sein Opernrepertoire wesentlich erweiterte.
Als Musikdirektor der Nationaloper der Ukraine dirigierte er ein umfangreiches Repertoire, darunter Il barbiere di Siviglia, Rigoletto, Don Carlo, Nabucco, Il trovatore, La traviata, La bohème, Tosca, Gianni Schicchi, Norma, Lucia di Lammermoor, Yaroslav der Weise, Zaporozhets beyond the Danube sowie die Ballette Daphnis et Chloé, El sombrero de tres picos und Julius Caesar.
Als Leiter des Symphonieorchesters der Nationalphilharmonie der Ukraine schuf er grosse Zyklen wie Alle Beethoven-Symphonien und Alle Brahms-Symphonien und Konzerte und präsentierte ukrainische Erstaufführungen von Berlioz’ Requiem, Te Deum und Romeo et Juliette sowie Paisiellos Messe du Sacre de Napoléon. Er tritt regelmässig mit Orchestern in Polen, Italien, Japan und Südkorea auf und war bei Festivals wie La Chaise-Dieu, dem Hector-Berlioz-Festival, Saint-Maxime und Marseille zu hören.
Mykola Diadiura ist Preisträger des Min-On International Conductors Competition sowie des J. Ferencsik Dirigierwettbewerbs in Budapest. Zudem erhielt er den Special Prize der Japan Conductors Association (Tokio).
Zu seinen Auszeichnungen zählen der ukrainische Verdienstorden, der französische Orden der Künste und der Literatur sowie der Taras-Schewtschenko-Nationalpreis.
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